15. Dezember 2019
11.00 Uhr und 15.00 Uhr

Hochschule für Musik und Theater, Arcisstr. 12, München

MÜNCHNER TRANSEAMUS

Florian Prey, Bariton
Konstantin Esterl, Orgel
Spielmusik Karl Edelmann
Posaunenquartett Uwe Schrodi
Nicholas Hariades
Chor des collegium:bratananium
Johannes X. Schachtner, Leitung

Das Münchner Transeamus ist mit seiner über 50-jährigen Geschichte
eine Institution im Münchner Musikleben und für Generationen von Zuhörerinnen und Zuhörern zu einer lieb gewordenen Tradition in der Vorweihnachtszeit geworden. Dabei werden der beschwerliche Weg von Maria und Josef nach Bethlehem und schließlich die Geburt Jesu mit europäischen Volksliedern musikalisch erzählt, von einem Posaunen-Quartett, der großen Orgel der Münchner Musikhochschule und einer Stubnmusi umrahmt. Das Nebeneinander von sich jährlich wiederholenden Musikstücken und einer jedes Jahr wechselnden Gastgruppe bestimmt den Charakter dieser Veranstaltung, die stets — dem Geist seines Spiritus Rector Helmuth Banzhaf folgend — mit dem Schnabel’schen „Transeamus usque Bethlehem“ endet.
Zum Abschluss versammeln sich Mitwirkende und Publikum zu einem Weihnachtslieder-Singen im Lichthof der Hochschule, um es gemeinsam Weihnachten werden zu lassen.

Karten zu 23 Euro (1. Kategorie) / 18 Euro (2. Kategorie)
unter transeamus@collegium-bratananium.de

Mehr Informationen bald unter münchner-transeamus.de

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Samstag, 4. April 2020, tbc
Sonntag, 5. April 2020, Evangelische Christuskirche Gauting
19 Uhr

STABAT MATER

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Tilge, Höchster, Meine Sünden BWV 1083 nach Pergolesis „Stabat Mater“
für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo

Joseph Haydn (1732-1809)
Stabat Mater
für Soli, Chor und Orchester

Kammerchor des collegium:bratananium & Solisten
Ensemble concetto:x
Johannes X. Schachtner, Cembalo & Leitung

Das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi wurde nur kurz nach seiner Entstehung im Todesjahr des Komponisten (1736) europaweit bekannt, und kein geringerer als Johann Sebastian Bach sorgte mit einer Parodie dafür, dass der gleichermaßen neuartige wie eingängige Stil seiner Musik auch in protestantischen Gegenden kennengelernt werden konnte. Die Bach’schen Änderungen betreffen im Wesentlichen die Neutextierung mit den Worten des 51. Psalm, lediglich die Viola-Stimme ist kontrapunktisch reicher ausgestaltet.

Aber nicht nur im Werk des Leipziger Thomaskantors hinterließ das Werk des mit 26 Jahren jung verstorbenen Meisters Spuren, seine Vertonung inspirierte auch zahlreiche andere Komponisten. So ging Haydns Komposition des Stabat Mater aller Wahrscheinlichkeit auch ein genaueres Studium von Pergolesis Werk voran. An der Nahtstelle zwischen ausgehendem Barock und beginnender Klassik ist dieses groß dimensionierte Werk – erst Antonín Dvořák wird über 100 Jahre später ein längeres „Stabat mater“ komponieren – gleichermaßen von Expressivität und Erhabenheit des Ausdrucks geprägt. Zudem weist dieses Werk, das sich ebenfalls in kurzer Zeit verbreitete, in die Zukunft: So ist das Motiv des „Lacrimosa“ im Mozart’schen Requiem diesem Werk abgelauscht.

Karten zu 25 €, ermäßigt 17 € unter tickets@collegium-bratananium.de